Informationen für care Patienten

Nachfolgend informieren wir Dich über die Funktionsweise, Ziele, Kontraindikationen, potenziellen Risiken und Nebenwirkungen von Analysen, Behandlungen, Lifestyle-Services und Empfehlungen, die von care (Care Preventive AG, Zahnradstrasse 22, 8005 Zürich; nachfolgend «wir», «unser», «care») oder deren Dienstleistungspartnern angeboten werden. Du erfährst auch, wie Du Dich verhalten solltest, um Deine Analyse oder Behandlung so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Die nachfolgenden Informationen beziehen sich auf Analysen, Behandlungen und Lifestyle-Leistungen allgemein. Für bestimmte Analysen oder Behandlungen erhältst Du eine spezifische, zusätzliche Information zur betreffenden Analyse oder Behandlung.

1. Gesundheitstests

1.1 Was ist ein Gesundheitstest und zu welchem Zweck wird er durchgeführt?

Der Gesundheitstest beinhaltet diverse medizinische Analysen. Ziel ist es, den aktuellen Gesundheitszustand basierend auf den durchgeführten Tests zu beurteilen.

Abhängig des gewählten Services, kann ein Gesundheitstest folgende Leistungen enthalten:

  • Bluttest
  • Bio-elektrische Impedanz-Analyse (Messung der Körperzusammensetzung oder Muskel-Fett-Analyse)
  • Blutdruckmessung
  • Urintest

1.2 Bluttest

1.2.1 Was ist ein Bluttest und zu welchem Zweck wird er durchgeführt?

Ein Bluttest ist eine medizinische Untersuchung, bei der dir eine kleine Menge Blut entnommen und anschliessend im Labor analysiert wird. Bluttests liefern wichtige Informationen über deinen aktuellen Gesundheitszustand und können Hinweise auf Stoffwechsel-, Organ- oder Entzündungsprozesse geben.

Je nach Umfang des Tests können unter anderem folgende Bereiche beurteilt werden:

  • Blutzuckerstoffwechsel (z.B. Diabetes-Risiko)
  • Herz-Kreislauf-Risiko (z.B. Blutfette)
  • Leber- und Nierenfunktion
  • Blutbild (z.B. Anämie)
  • Schilddrüsenfunktion
  • Vitamin- und Mineralstoffstatus
  • Entzündungswerte
  • Weitere Parameter je nach gewähltem Modul

Bluttests werden sowohl zur Vorsorge als auch zur Verlaufskontrolle oder zur Abklärung bestimmter Beschwerden eingesetzt.

1.2.2 Verhaltenshinweise

Wie bereitest du dich auf den Test vor und was musst du nach dem Test beachten? Für möglichst zuverlässige Ergebnisse empfehlen wir dir:

  • Nüchternheit (falls erforderlich): Nüchternheit (falls erforderlich): Je nach Blutwerten kann es notwendig sein, dass du nüchtern zur Blutentnahme kommst (in der Regel 8–12 Stunden). In dieser Zeit darfst du Wasser trinken, aber keine Nahrung zu dir nehmen. Ob für dich eine nüchterne Blutentnahme erforderlich ist, wird dir vorab mitgeteilt

  • Alkohol und Sport: Vermeide wenn möglich Alkohol am Vortag und intensive sportliche Aktivität in den 24 Stunden vor der Blutentnahme, da beides gewisse Werte beeinflussen kann.

  • Flüssigkeitszufuhr: Trinke ausreichend Wasser. Eine gute Hydrierung kann die Blutentnahme erleichtern.

  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel: Nimm deine Medikamente grundsätzlich wie verordnet ein, ausser du wurdest explizit anders informiert. Ausnahme: Schilddrüsenmedikamente solltest du am Morgen vor der Blutentnahme NICHT einnehmen, da es die Werte verzerren kann. Informiere uns bitte, wenn du regelmässig Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmst (z.B. Schilddrüsenmedikamente, Blutverdünner, Eisen, Biotin).

  • Akute Infekte: Wenn du aktuell krank bist (z.B. Fieber, starke Erkältung, akute Entzündung), kann das verschiedene Blutwerte verfälschen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Test zu verschieben.

Was muss ich nach der Analyse beachten? Nach der Blutentnahme kannst du in der Regel sofort wieder deinen gewohnten Alltag aufnehmen. Wir empfehlen dir jedoch:

  • Druck auf die Einstichstelle: ADrücke die Einstichstelle nach der Entnahme für einige Minuten gut ab, um Blutergüsse zu vermeiden.

  • Körperliche Belastung:: Vermeide in den ersten Stunden nach der Blutentnahme starke Belastung des betroffenen Arms.

  • Flüssigkeit und Essen:: Wenn du nüchtern warst, iss danach etwas und trinke ausreichend.

  • Schwindel: Falls dir schwindlig wird, setz dich hin oder lege dich kurz hin und informiere das medizinische Personal.

1.2.3 Kontraindikationen

In den meisten Fällen kann eine Blutentnahme problemlos durchgeführt werden. Es gibt jedoch Situationen, in denen besondere Vorsicht erforderlich ist oder eine Blutentnahme verschoben werden sollte, zum Beispiel:

  • akute schwere Infekte oder Fieber bekannte starke Blutungsneigung
  • Einnahme bestimmter Blutverdünner (je nach Situation)
  • ausgeprägte Angst vor Blutentnahmen oder Neigung zu Kreislaufreaktionen (z.B. Ohnmacht)
  • bestimmte lokale Hautinfektionen oder Entzündungen an der

Bitte informiere uns vorab, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft.

1.2.4 Risiken und Nebenwirkungen

Eine Blutentnahme ist ein Routineeingriff und in der Regel sehr sicher. Trotzdem können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel:

  • Schmerzen oder Druckgefühl an der Einstichstelle kleiner Bluterguss (Hämatom)
  • Nachblutung, insbesondere bei Blutverdünnern
  • Schwindel oder kurzzeitige Kreislaufreaktion bis hin zur Ohnmacht
  • Entzündung oder Infektion an der Einstichstelle (sehr selten) Reizung von Nerven oder Gefässen (sehr selten)

Wenn nach der Blutentnahme starke Schmerzen, eine zunehmende Schwellung, Rötung, Wärme oder Fieber auftreten, solltest du medizinischen Rat einholen.

1.2.5 Genauigkeit von Bluttests

Bluttests liefern wichtige medizinische Informationen, stellen jedoch immer eine Momentaufnahme dar. Die Ergebnisse können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, unter anderem:

  • Tageszeit und individuelle Schwankungen -Nahrung, Flüssigkeitszufuhr, Alkohol oder Sport
  • Stress und Schlafmangel
  • akute Infekte oder Entzündungen
  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
  • Messmethoden und Referenzbereiche des Labors

Ein einzelner Blutwert ist daher nicht immer allein aussagekräftig. In manchen Fällen sind Verlaufskontrollen, Wiederholungen oder zusätzliche Untersuchungen sinnvoll. Die Interpretation der Blutwerte erfolgt immer im medizinischen Kontext und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung ausserhalb des vereinbarten Untersuchungsumfangs.

1.3 Muskel-Fett-Analyse

1.3.1 Was ist eine Muskel-Fett-Analyse und zu welchem Zweck wird sie durchgeführt?

Die Muskel-Fett-Analyse ist ein Verfahren, das genutzt wird, um Informationen über die Zusammensetzung des Körpers zu erhalten. Dabei werden verschiedene Parameter wie Fettmasse, Muskelmasse, die viszerale Fettfläche, sowie der Wasseranteil in den Körperkompartimenten gemessen.

Die Muskel-Fett-Analyse wird durchgeführt, um diverse Ziele zu erreichen:

  • Gesundheits- und Fitness-Level: Die Analyse der Körperzusammensetzung kann dabei helfen, Fortschritte bei Gewichtsabnahme, Muskelaufbau oder anderen Zielen zu verfolgen.
  • Körperliche Verfassung: Die Analyse liefert Informationen über den Körperfettanteil, woraus unter anderem Schlüsse über potenzielle Gesundheitsrisiken gezogen werden können.
  • Individualisierte Ernährungs- und Trainingsprogramme: Basierend auf den Ergebnissen können massgeschneiderte Pläne zur Gewichtsreduktion, Steigerung der Muskelmasse oder Verbesserung der Körperzusammensetzung erstellt werden.
  • Unterstützung bei Diagnose und Behandlung bestimmter Krankheiten: In bestimmten medizinischen Situationen kann die Körperanalyse helfen, den Erfolg einer Behandlung zu überwachen oder das Fortschreiten bestimmter Krankheiten zu beurteilen.

1.3.1 Verhaltenshinweise

Wie bereite ich mich auf die Analyse vor? Die Vorbereitung auf eine Körperanalyse ist in der Regel unkompliziert. Für möglichst genaue und vergleichbare Ergebnisse empfehlen wir dir:

  • Nahrungsaufnahme: Iss in den letzten 2–3 Stunden vor der Messung keine grossen Mahlzeiten. Vermeide unmittelbar vorher sehr grosse oder sehr geringe Flüssigkeitsmengen.

  • Flüssigkeitshaushalt:: Achte am Untersuchungstag auf eine normale Flüssigkeitszufuhr. Dehydrierung oder übermässiges Trinken können das Ergebnis verfälschen.

  • Die InBody-Messung basiert auf der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA). Da diese Methode stark vom aktuellen Flüssigkeitshaushalt abhängt, ist eine standardisierte Vorbereitung wichtig, insbesondere bei Verlaufskontrollen.

  • Alkohol und Sport:: Verzichte 24 Stunden vor der Messung auf intensiven Sport. Alkohol solltest du ebenfalls möglichst 24 Stunden vorher vermeiden.

  • Blasenentleerung: Geh idealerweise kurz vor der Messung zur Toilette.

  • Kleidung: Trage leichte, bequeme Kleidung. Entferne metallische Gegenstände wie Schmuck, Uhren oder Gürtel.

  • Menstruationszyklus (bei Frauen): Zyklusbedingte Wassereinlagerungen können das Messergebnis beeinflussen. Wenn möglich, sollte die Messung nicht während der Menstruation erfolgen.

Was muss ich nach der Analyse beachten? Nach der Analyse sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen. Du kannst Deine gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen.

1.3.3 Kontraindikationen

Die Körperanalyse mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA) ist in der Regel sicher und unbedenklich. Es gibt jedoch einige Kontraindikationen, bei denen die Analyse nicht empfohlen wird. Dazu gehören:

  • Schwangerschaft: BIA-Messungen können während der Schwangerschaft ungenau sein und werden daher nicht empfohlen, besonders bei fortgeschrittener Schwangerschaft.
  • Implantierte medizinische Geräte: Personen mit Herzschrittmachern, implantierten Defibrillatoren oder anderen medizinischen Geräten sollten die Analyse meiden, da diese die Geräte beeinflussen könnte. Jeder Patient wird diesbezüglich vor Ort noch einmal mündlich aufgeklärt.

1.3.4 Risiken und Nebenwirkungen

Die Analyse der Körperzusammensetzung mittels BIA ist im Allgemeinen sicher und birgt geringe Risiken und Nebenwirkungen. Mögliche Risiken umfassen:

  • Elektrolytstörungen: In seltenen Fällen können BIA-Geräte falsche, zu hohe oder zu niedrige Werte für den Körperwasseranteil anzeigen, was zu ungenauen Messergebnissen führen kann. Dies kann jedoch in der Regel durch korrekte Anwendung des Geräts und Interpretation der Ergebnisse durch qualifiziertes Fachpersonal vermieden werden.
  • Unangenehmes Gefühl oder leichtes Kribbeln während der Messung: Während der Analyse kann ein leichtes Kribbeln oder Unbehagen auftreten, da geringe elektrische Impulse durch den Körper geleitet werden. Dies ist in der Regel harmlos und vorübergehend.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Körperanalyse mittels BIA keine absolute Genauigkeit bietet, sondern einen allgemeinen Einblick in deine Körperzusammensetzung liefert. Es ist ratsam, die Ergebnisse im Kontext anderer diagnostischer Informationen zu betrachten und bei Bedarf zusätzliche medizinische Untersuchungen durchzuführen.

1.4 Blutdruckmessung

1.4.1 Was ist eine Blutdruckmessung und zu welchem Zweck wird sie durchgeführt?

Die Blutdruckmessung ist ein Verfahren, das genutzt wird, um den Druck des Blutes in den Arterien zu messen. Sie wird durchgeführt, um Informationen über den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems zu erhalten. Die gängige Methode beinhaltet das Anlegen einer Manschette um den Arm. Diese wird aufgepumpt, um den Blutfluss vorübergehend zu stoppen, und dann allmählich entleert, während ein elektronischer Sensor den Blutfluss in der Arterie überwacht.

Die regelmässige Blutdruckmessung dient der Diagnose und Schweregradbestimmung von Bluthochdruck (Hypertonie), einem Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie ermöglicht auch die Überwachung der Behandlung und die frühzeitige Erkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenproblemen.

1.4.2 Verhaltenshinweise

Wie bereite ich mich auf die Analyse vor? Vermeide Alkohol, Kaffee oder körperliche Aktivität vor der Messung, da diese den Blutdruck vorübergehend beeinflussen können. Trage lockere Kleidung, um den Arm freizulegen, da die Manschette um diesen Bereich angelegt wird

1.4.3 Kontraindikationen

Es gibt keine spezifischen Kontraindikationen für eine Blutdruckmessung. Das Verfahren ist für die meisten Menschen sicher und kann unabhängig von Alter oder Geschlecht durchgeführt werden. Bei Lymphabflussstörungen wie nach einer Mastektomie oder bei Shunt-Anlage bei Dialysepatienten sollte der nicht betroffene Arm verwendet werden.

1.4.4 Risiken und Nebenwirkungen

Die Blutdruckmessung ist im Allgemeinen sicher und hat keine schwerwiegenden Risiken oder Nebenwirkungen. In einigen Fällen kann es zu einem vorübergehenden Engegefühl oder Unbehagen an dem Arm kommen, an dem die Manschette angelegt wurde. Dieses Unbehagen verschwindet in der Regel schnell.

1.5 Ganzkörper MRI

Wichtige Informationen zum Verständnis, Nutzen und zu den Grenzen Ein Ganzkörper-MRI (Magnetresonanztomographie) ist eine moderne bildgebende Untersuchungsmethode, die es ermöglicht, viele Körperregionen ohne Strahlenbelastung darzustellen. Im Rahmen der medizinischen Vorsorge kann ein solcher Scan Hinweise auf strukturelle Veränderungen oder Auffälligkeiten liefern, noch bevor Symptome auftreten. Diese Informationsseite dient dazu, Ihnen ein realistisches und fundiertes Verständnis darüber zu vermitteln, was ein Ganzkörper-MRI leisten kann – und was nicht.

1.5.1 Was ist ein Ganzkörper-MRI im Vorsorgekontext?

Ein Ganzkörper-MRI im Vorsorge- oder Screening-Kontext ist:

  • Eine übersichtsartige Untersuchung mehrerer Körperregionen
  • Eine Momentaufnahme Ihres Gesundheitszustands zum Zeitpunkt der Untersuchung
  • Ein präventives Screening, kein gezieltes diagnostisches Einzelverfahren

Ziel ist es, potenzielle Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, nicht jedoch eine vollständige medizinische Abklärung aller denkbaren Erkrankungen vorzunehmen. Die Untersuchung erfolgt nach standardisierten Protokollen, die einen möglichst breiten Überblick ermöglichen. Aus zeitlichen, technischen und medizinischen Gründen kann dabei jedoch nicht jede Struktur gleich detailliert untersucht werden.

1.5.2 Kontraindikationen – wann eine Untersuchung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist

Ein Ganzkörper-MRI arbeitet mit einem starken Magnetfeld. Aus Sicherheitsgründen ist die Untersuchung in folgenden Fällen nicht oder nur nach vorheriger Rücksprache möglich:

  • Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder andere aktive elektronische Implantate
  • Bestimmte Metallimplantate, Gelenkprothesen, Gefässclips oder Cochlea-Implantate (abhängig vom Material)
  • Metallsplitter im Körper, z. B. aus früheren Verletzungen
  • Schwangerschaft
  • Ausgeprägte Klaustrophobie
  • Tätowierungen mit metallhaltiger Farbe im Untersuchungsbereich (in seltenen Fällen)
  • Körpergewicht oder -umfang oberhalb der technischen Grenzen des MRI-Geräts

Bitte teilen Sie uns Implantate, frühere Operationen oder eine Schwangerschaft bereits vor der Terminbuchung mit, damit wir die Eignung im Vorfeld gemeinsam mit unseren Partnerinstitutionen klären können.

1.5.3 Verhaltenshinweise vor und nach der Untersuchung

Vor dem Termin:

  • Tragen Sie möglichst metallfreie Kleidung ohne Reissverschlüsse, Knöpfe oder Unterdrahtungen
  • Entfernen Sie Schmuck, Piercings, Uhren und Haarspangen mit Metall
  • Bringen Sie vorhandene Implantat-Ausweise mit, falls zutreffend
  • Eine besondere Nüchternheit ist in der Regel nicht erforderlich; allfällige Ausnahmen kommunizieren wir individuell vorab

Nach der Untersuchung:

  • Sie können unmittelbar im Anschluss wieder Auto fahren und Ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen
  • Die Befundbesprechung erfolgt zu einem separat vereinbarten Termin

1.5.4 Risiken und Nebenwirkungen

Ein MRI kommt ohne Röntgenstrahlung aus und gilt als sehr sicheres Untersuchungsverfahren. Dennoch gibt es einzelne, meist seltene Aspekte, über die wir Sie informieren möchten:

  • Enge- oder Angstgefühl in der Röhre, insbesondere bei Personen mit Klaustrophobie
  • Lärmbelästigung durch die lauten Klopfgeräusche des Geräts (ein Gehörschutz wird gestellt)
  • Erwärmung an Metallimplantaten in seltenen Fällen
  • Bei Einsatz von Kontrastmittel: sehr seltene allergische Reaktionen

Sollten Sie während der Untersuchung Beschwerden verspüren, können Sie den Scan jederzeit über eine Ruftaste abbrechen lassen.

1.5.5 Was kann ein Ganzkörper-MRI leisten?

Ein Vorsorge-MRI kann unter anderem:

  • Hinweise auf grössere strukturelle Veränderungen liefern
  • Auffällige Befunde in Organen, Gefässen, Wirbelsäule oder Weichteilen sichtbar machen
  • Als Orientierungshilfe dienen, ob weiterführende Abklärungen sinnvoll sein könnten
  • Ein erhöhtes persönliches Gesundheitsbewusstsein unterstützen In manchen

Fällen können Befunde entdeckt werden, die bislang keine Symptome verursacht haben. Dies kann wertvoll sein – erfordert aber stets eine sorgfältige medizinische Einordnung.

1.5.6 Was kann ein Ganzkörper-MRI nicht leisten?

Ein Ganzkörper-MRI im Screening-Kontext kann und soll keine vollständige Diagnostik ersetzen. Insbesondere gilt:

  • Nicht alle Krankheiten, Frühstadien oder funktionellen Störungen sind im MRI sichtbar
  • Sehr kleine, frühe oder diffuse Veränderungen können unentdeckt bleiben
  • Bestimmte Erkrankungen erfordern spezialisierte Einzeluntersuchungen oder andere Verfahren (z. B. Laboranalysen, Endoskopien, funktionelle Tests)
  • Ein unauffälliger Befund bedeutet nicht, dass keine Erkrankung vorliegt
  • Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch, dass eine ernsthafte Erkrankung besteht
  • Sowohl falsch-negative als auch falsch-positive Befunde sind grundsätzlich möglich

1.5.7 Bedeutung von Befunden und Folgeabklärungen

Die Ergebnisse eines Ganzkörper-MRI müssen immer:

  • Im medizinischen Gesamtkontext betrachtet werden
  • Unter Berücksichtigung von Beschwerden, Vorerkrankungen, Alter und Risikofaktoren interpretiert werden
  • Gegebenenfalls durch weitere gezielte Untersuchungen ergänzt werden

Ein MRI-Befund allein stellt keine abschliessende Diagnose dar. Er kann jedoch Anlass sein, gemeinsam mit medizinischen Fachpersonen über sinnvolle nächste Schritte zu entscheiden.

1.5.8 Ihre Rolle als informierte Patientin / informierter Patient

Mit der Entscheidung für ein Vorsorge-MRI übernehmen Sie eine aktive Rolle in Ihrer Gesundheitsvorsorge. Dazu gehört auch:

  • Das Verständnis der Grenzen der Untersuchung
  • Die Bereitschaft, Befunde gegebenenfalls weiter abklären zu lassen
  • Die Einordnung der Ergebnisse ohne vorschnelle Schlüsse oder unnötige Sorge

Eine bewusste und informierte Entscheidung ist ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller Prävention.

1.5.9 Rolle von care

care organisiert den Zugang zu Vorsorge-Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem Radiologiepartner Arvin Health Services GmbH, radiologischen Dienstleistern und medizinischen Fachpersonen. Unsere Aufgabe ist es, transparent aufzuklären, Erwartungen realistisch einzuordnen und die zur Untersuchung benötigten Personendaten unter Berücksichtigung von Einverständnis und Datenschutz an die jeweiligen Partner weiterzuleiten. Die Durchführung der Untersuchung sowie die fachärztliche Befundung erfolgen sowohl durch die Partnerinstitutionen, wie auch durch Arvin Health Services AG. Die ärztliche Konsultation im Anschluss, wird durch Arvin Health Services AG durchgeführt. Wir nehmen vor der Untersuchung keine vollständige medizinische Eignungsprüfung vor; bei gesundheitlichen Vorbehalten oder Unsicherheiten empfehlen wir, vorab die eigene Ärztin oder den eigenen Arzt zu konsultieren.

1.5.10 Zusammenfassung

Ein Ganzkörper-MRI als Vorsorgeuntersuchung ist:

  • Eine ergänzende Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge, kein Ersatz für ärztliche Betreuung oder gezielte Diagnostik
  • Ein Instrument zur frühen Orientierung, nicht zur endgültigen Beurteilung

Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ergebnissen setzt Information, Kontext und gegebenenfalls weiterführende medizinische Abklärung voraus.

2. care Score

2.1 Was ist der care Score und wie wird er berechnet?

Dein care Score ist ein von care entwickelter Indikator, der auf den durchgeführten medizinischen Tests und Fragebögen basiert und eine allgemeine Aussage über Deine Gesundheit treffen soll. Er wurde von Ärzten, Coaches und Datenwissenschaftlern entwickelt. Indem Du Deine Werte im empfohlenen Bereich hältst, kannst Du einen gesunden Lebensstil unterstützen und Krankheiten proaktiv vorbeugen.

Zur Berechnung Deines care Scores weisen wir jedem gemessenen und abgefragten Wert eine spezifische Gewichtung zu.

2.2 Wie interpretiere ich meinen care Score?

Es ist wichtig zu beachten, dass der care Score keine abschliessende Beurteilung deiner Gesundheit darstellt, sondern lediglich einen individuellen Wert bezüglich deiner Gesundheit abbildet.

2.3 Massnahmen zur Verbesserung des care Scores

Massnahmen zur Verbesserung Deines care Scores werden hauptsächlich auf Basis der vorliegenden medizinischen Daten und der Antworten im Gesundheitsfragebogen vorgeschlagen und weniger rein aufgrund der Höhe eines care Scores. Bei diesen Vorschlägen handelt es sich um allgemeine Empfehlungen, die auf aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand beruhen und keine individuell von einem Arzt verordneten Massnahmen darstellen.

3. Personalisierte Supplementierung

3.1 Was ist eine personalisierte Supplementierung und zu welchem Zweck wird sie durchgeführt?

Die personalisierte Supplementierung basiert auf einer Analyse deiner individuellen Nährstoffbedürfnisse, um massgeschneiderte Nahrungsergänzungsmittel zu erstellen, die auf deinen Körper und deine zum Zeitpunkt festgehaltene medizinische Situation abgestimmt sind. Diese personalisierte Supplementierung unterstützt die Nährstoffversorgung, fördert Dein allgemeines Wohlbefinden und trägt zur Erreichung der Gesundheitsziele bei.

3.2 Verhaltenshinweise

Wie bereite ich mich auf die Supplementierung vor? Informiere care über Deine medizinische Vorgeschichte, insbesondere bestehende Krankheiten, eingenommene Medikamente und Supplemente, Unverträglichkeiten oder Allergien. Stelle sicher, dass Du die Supplemente regelmässig und gemäss den Anweisungen (in der Regel 3-4 Tabletten täglich) einnimmst, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Was muss ich nach der Einnahme der Supplemente besonders beachten? Beobachte mögliche Anzeichen von Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen und informiere care. Halte Dich an die empfohlene Dosierung und vermeide Überdosierungen.

3.3 Kontraindikationen

Die personalisierte Supplementierung ist möglicherweise nicht für jeden geeignet. Kontraindikationen können sein:

  • Bestehende Allergien oder Unverträglichkeiten gegen bestimmte Inhaltsstoffe der Supplemente.
  • Medizinische Zustände, die spezialisierte medizinische Betreuung erfordern.
  • Akute Krankheiten oder Infektionen, welche den Nährstoffbedarf temporär verändern können.

3.4 Risiken und Nebenwirkungen

Die personalisierte Supplementierung ist im Allgemeinen sicher, kann aber bestimmte Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen, darunter:

  • Mögliche allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe der Supplemente.
  • Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere zu Beginn der Einnahme.
  • Wechselwirkungen mit anderen bestehenden Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln.
  • In seltenen Fällen kann eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Nährstoffen auftreten. Daher ist eine vorherige ärztliche Beratung ratsam.

4. Erwarteter Standard von care

Bitte beachte, dass, obwohl bestimmte Leistungen von care medizinische Dienstleistungen beinhalten können, die Aktivitäten selbst weder von care oder deren Ärzten verschrieben noch von spezialisierten medizinischem Personal durchgeführt werden. Sei Dir bewusst:

  • Dass das derzeitige Angebot keine vollständige Überprüfung beinhaltet, ob Dein Gesundheitszustand für die von Dir gewählte Aktivität geeignet ist.
  • Falls Aktivitäten von uns und unseren Ärzten oder Dienstleistungspartnern empfohlen werden, handelt es sich um allgemeine Hinweise, Du solltest daher Deinen behandelnden (Nicht-care) Arzt konsultieren, ob Dein Gesundheitszustand dafür geeignet ist, wenn du Zweifel daran hast.
  • Dass Du von uns oder einem unserer Drittanbieter keine höheren Standards erwarten kannst, als es für die jeweilige Aktivität als bewährte Praxis angesehen wird.

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